Archive for the ‘Sekt/Champagner’ Category

Schäumen mit einem N

‚Haben Sie irgendwas mit Wein zu tun?‘ lautet eine oft gestellte Frage, wenn ich mit mir unbekannten Menschen gemeinsam verkoste. Das mag daran liegen, dass ich immer öfter zu Veranstaltungen eingeladen werde, bei denen fast alle etwas mit Wein zu tun haben. Meine Antwort lautet wahrheitsgemäß ‚Nein‘. Doch unter meinen Weihnachtsgeschenken befand sich dieses Jahr eins, das mir erlaubt mich in Bezug zu Wein zu setzen, wenn ich einen ganz ganz großen Bogen Spanne. Und der geht so:

Meinen Nachnamen Bodmann verdanke ich der Tatsache, dass meine Vorfahren dereinst ihre Heimat verließen. Gemäß dem Prinzip ‚cuius regio, eius religio‘ standen sie vor der Wahl die Religion oder den Wohnort zu wechseln. Also zog es meine Ahnen vom badischen Dörfchen Bodman ins Niedersächsische Eichsfeld. Da einfache Menschen in ländlichen Regionen nicht zwingend Nachnamen hatten oder sich bei Umzug auch mal neue gaben, hießen meine Vorfahren fortan Bodmann. Das zweite ‚N‘ entstammt der Tatsache, dass auch Bodman bis 1884 mit zweien geschrieben wurde. Dann setzten die Grafen von und zu Bodman alle Hebel in Bewegung, um Bodman (Stammsitz ihres Geschlechts) in der Schreibweise ihrem eigenen Namen anzupassen – sie hatten das Doppel-N einige Jahrhunderte vorher abgelegt – und wir Exil-Bodmänner standen mit dem zweiten, dem Proleten-N, alleine da.

Dies wissend machte ich mich vor 15 Jahren auf meinen Ursprungsort zu erkunden. Bodman ist ein sterbenslangweiliges Dorf am Überlinger See, dem Nordzipfel des Bodensees. Ich fand kaum etwas Aufregendes vor, außer einer Gedenktafel, die anzeigte, dass im ‚Bodmaner Königsweingarten‘ Kaiser Karl der Dicke im Jahre 884 die ersten Burgunderreben anpflanzen ließ. Meine Vorfahren lebten also am Fuße des ersten dokumentierten Spätburgunderweinbergs Deutschlands. Da war sie, meine Verbindung zum Wein. Die Lage existiert immer noch, die Grafen von und zu Bodman gehören aber nicht gerade zu den hochdekorierten Betrieben deutschen Weinbaus. In jüngster Zeit produzieren sie nach Naturland-Regeln und die Weine sollen besser geworden sein. Ich werde im neuen Jahr einmal nachforschen.

Am Ortsausgang von Bodman fand ich ein Schild ‚Schlosskellerei‘. Das musste ich mir anschauen. Doch auch hier wurde ich enttäuscht. Die Schlosskellerei versprühte den Charme eines Getränkemarktes am Ortsausgang eines 1000-Seelen-Dorfes, was vorwiegend daran lag, dass sie genau das war: ein Getränkemarkt am Ortsausgang eines 1000-Seelen-Dorfes. (Der Fairness halber sei gesagt, dass ich nicht erfragte, ob sie eventuell umbaubedingt in diesem Zweckbau Unterschlupf gefunden hatte.) Im Sortiment fand ich aber etwas, was meine Aufmerksamkeit erregte. Französischen Sekt der Marke ‚Baron de Bodman‘. Der stammte von einem Haus, das bei seiner Gründung Unterstützung eines französisch verheirateten von und zu Bodmans erfahren hatte und dessen mit einem Cremant gedachte.  Da griff ich zu, nahm ein paar Flaschen mit und verschenkte sie an Familienmitglieder.

Baron de BodmanEines dieser Familienmitglieder griff das Thema voller Begeisterung auf, und bestellt seitdem fleißig in Süddeutschland französischen Sekt, um ihn als Mitbringsel im Freundeskreis zu verteilen. Der Spieß ist längst umgedreht: ich gehöre regelmäßig zu den Beschenkten. Mein Anspruch stieg über die Jahre, die Qualität des Sektes nicht und so habe ich die üblicherweise verabreichten Halbflaschen weiterverschenkt. Dieses Jahr gab es zu Weihnachten wieder ein Pülleken und da ich zuletzt so viel Schönes mit Schäumern erlebt habe, beschloss ich mein Glück noch mal zu versuchen. Ich war überrascht und recherchierte. 2007 investierte Eigner Bollinger kräftig in seinen Loire-Ableger Langlois-Chateau, den Baron de Bodman-Produzenten und das mag der Grund für die gestiegene Qualität sein. Mir jedenfalls hat er sehr ordentlich geschmeckt.

Langlois-Chateau, Baron de Bodman brut, Cremant de Loir (AC), o. J., Frankreich. In der Nase eher flach aber angenehm mit Aromen von Brotkruste und Quitte. Am Gaumen mittelfeine Perlage und sehr schönes Spiel, ziemlich trocken und schwach würzig, mit Aromen von Zitrus und Birne sowie etwas Malz. Der Abgang ist recht lang und der Cremant alles in allem sehr ordentlich.

Ihnen, liebe Leser, einen guten Rutsch. Mögen Sie Silvester was Feines zum Anstoßen finden, mindestens so gut wie ‚mein‘ Cremant.

Ihr

Felix Bodmann (mit dem zweiten, dem Proleten-N)

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Bubbles in Berlin

Dezember – Zeit für Jahresrückblicke. Ich hab’s nicht so mit Bestenlisten, fasse lieber das große Ganze zusammen. 2013 mein Jahr der Bubble-Bildung – nein, keine Flatulenz, Bildung wie in Fortbildung. In keinem Jahr meiner Weintrinkerkarriere habe ich mehr Schaumwein probiert und getrunken als 2013. Es war guter dabei, richtig guter, teilweise vielleicht das beste, was Normalsterbliche ins Glas kriegen können.

Viele der Sekte und Champagner habe ich in fachkundiger Gesellschaft getrunken und dabei ein Déjà-vu erlebt, mich erinnert gefühlt an die Kork-Diskussion. Marken-Champagner versus Winzer-Champagner, Sinn und Unsinn der Prestige-Cuvées, Champagner versus Winzersekt: es sind wenige Eckpunkte, um die eine ewig gleiche Diskussion kreist. Wo ich zuletzt so meinungsfreudig war, mache ich gleich weiter: Zeit für Tacheles.

Deutscher Winzersekt ist Champagner mindestens ebenbürtig – aber deutlich preiswerter

Klar, nachts ist es kälter als draußen und Riesling ist besser als Zalto. Wer um Himmels Willen hat eigentlich diese Diskussion gestartet? Ich habe dieses Jahr viele gute deutsche Rieslingsekte getrunken. Rund um das Vinocamp sogar einige der besten, die es gibt. Wenn Rieslingsekt nach Champagner schmeckt, ist das für mich ein Weinfehler. Wenn ich Rieslingsekt trinken will, sollte ich keinen Roederer öffnen und wenn ich Champagner suche keinen Solter. Und bei den Sekten aus Burgundersorten? Oje, nein. Da hängen wir Deutschen gnadenlos hinterher. Es gibt tolle deutsche Burgunder-Sekte, so wie es tolle deutsche Syrahs und Cabernets gibt. Doch macht man parallel ein ‚Original‘ auf, ist der Ofen aus, beim Schammes wie beim Rotwein. Da wo wir eine eigene Stilistik haben, wird es richtig gut und nicht mehr zu vergleichen. So wie ich deutschen Spätburgunder liebe (aber das vertiefen wir jetzt nicht), so mag ich auch deutschen Rosé-Winzersekt aus dieser Traube. Aber – weiter habe ich mich noch nie aus dem Fenster gelehnt – richtig atemberaubenden Rosé-Schaumwein gibt es sowieso nicht. Das ist im besten Falle wundervoll im Sinne von hübsch und lecker. Und die Deutschen sind mindestens genau so lecker wie Rosé aus anderen Teilen der Welt.

Kleiner, ernster Einschub: Es war mir 2013 vergönnt Helmut Solter zu treffen und mit ihm seine Sekte zu probieren. Dafür bin ich im Nachhinein besonders dankbar, denn kurz darauf ist er verstorben. Dirk Würtz hat hier einen Nachruf auf ihn verfasst. Der Mann war enorm sympathisch und ein Könner. Es liegt in der Natur der Sektproduktion, dass einiges, was Herr Solter dieses Jahr auf die Flasche gezogen hat, erst in den nächsten fünf Jahren auf den Markt kommen wird. Wer da nicht wenigstens einmal zugreift, riskiert eine Bildungslücke.

Winzerchampagner sind den Markenchampagnern überlegen

Ich hatte vorletzte Woche das Vergnügen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zwei Champagnerverkostungen zu besuchen. Am ersten Abend präsentierten drei Winzer ihre Champagner in der Berliner Cordobar, am nächsten zeigten bei der Falstaff Champagnergala die großen Häuser ihre Angebotspalette (wobei die drei Winzer vom Vorabend ebenfalls da waren). Das Fazit ist differenziert. Der schwächste Champagner über beide Veranstaltungen war ein Genossenschaftsprickler, was meines Wissens in die Kategorie Winzerchampagner fällt, der eine dermaßen grobe Perlage und rustikale Aromen zeigte, dass ich die versteckte Kamera suchte. Da musste mir jemand Henkel trocken untergejubelt haben und sehen wollen, ob ich es merke. Die Schäumer eines der drei Winzer fand ich vergleichsweise langweilig. Andererseits sind die Brut Reserves, also die Einstiegsqualitäten der großen Häuser auch nur verläßliche Leckerlies (und den von Pommery mag ich nicht). Das riecht nach unentschieden – wenn die Winzerbasis nicht tatsächlich so viel preiswerter wäre. Bei den mittleren Qualitäten, den Jahrgangschampagnern, hängen die Winzer die großen Häuser ab. Das scheint der einzige Diskussionspunkt in der Debatte zu sein, bei dem Konsens herrscht.

Nichts geht über die Prestige-Cuvées der großen Häuser

Dom Perignon, Cuvée Winston Churchill, La Grande Dame – jedes der großen Champagnerhäuser hat einen Spitzenwein im Angebot, der rar und teuer ist (wobei mehrere Millionen Flaschen eines einzelnen Dom Perignon Jahrgangs eine interessante Interpretation des Begriffes ‚rar‘ darstellen). Sind sie auch qualitativ die Spitze, wie viele – vor allem Gutbetuchte – schwören, oder machen die Winzer auch hier die besseren Weine, wie vor allem Weinhändler mit entsprechendem Sortiment zu betonen nicht müde werden? Ich könnte ausnahmsweise mal mitreden, obwohl es um Luxus geht, immerhin hatte ich dieses Jahr Roederer Cristal, zwei Jahrgänge Dom Perignon, zwei Jahrgänge Palmes d’Or, Belle Epoque und Cuvée Louise im Glas, aber was soll ich sagen: Die Welt hat dringendere Probleme und nichts finde ich langweiliger als Bestenlisten.

In der Zusammenfassung kann ich sagen: 2013 war ein Jahr voll wunderbarer Weine für mich und viele davon waren Schaumweine. Ich trinke meist lieber Sekt als Champagner, weil ich den Riesling so liebe. Auch bin ich enttäuscht über die Uniformität, mit der die Winzer und Häuser der Champagne ihre Schäumer auf acht bis neun Gramm Restzucker dosieren. Die deutschen Winzer experimentieren viel mit ganz trockenen Sekten (brut nature, also weniger als drei Gramm Restzucker) und obwohl ich beim Stillwein Restzucker liebe, gefallen mir diese Prickler am besten. (Da wo die Winzer der Champagne damit spielen, bin ich ebenso begeistert.)

Veuve_Cliquot

Als Hardcore-Rieslingtrinker erteile ich mir auch für die Zukunft die Sekt-Sondergenehmigung. Für alle anderen gilt: nichts geht über guten Champagner.

Darauf mein Lieblingsleckerlie…

Veuve Cliquot, brut, o.J. (NV), Champagne. Die Nase ist fruchtig und für einen Champagner sehr weinig, Quitte und Zitrus kommen mir in den Sinn, dazu feine Würze aber nur wenig Hefe/Brioche. Am Gaumen sehr balanciert, nicht zu süß (vermutlich auch mit acht oder neun Gramm Standardzucker aber sehr schön durch Zitrusaromen gepuffert), dazu Birne ein wenig Haselnuss, feine Würze und dezente Hefenoten. Der Abgang ist mittellang, die Perlage mittelfein und das Spektakel – wenn man ehrlich ist – mittelaufregend aber saulecker!

Homöopathie wirkt

Als ich anfing mich mit Wein zu beschäftigen, gehörten Weingutsbesuche zur schönsten Recherchemöglichkeit, die mir zur Verfügung stand. Doch irgendwann nahm meine Lust an Vor-Ort-Verkostungen ab. Winzer haben mehrere Hundert Besucher pro Jahr und da bleibt es nicht aus, dass Sie irgendwann eine Platte auflegen und immer die gleiche Geschichte erzählen. Wie sollte es auch anders gehen? Leider unterscheiden sich die Platten nicht sehr und neben spannenden Informationen ist auf den meisten auch eine Menge Winzerlatein. Wenn mir dann wieder einer erzählt, dass seine Weine ja ganz und gar ohne jeden Eingriff so werden wie sie sind, guter Wein im Weinberg entsteht etc. pp., dann nicke ich als höflicher Gast und denke mir: ach hättest Du doch ein Probierpaket bestellt.

Am Vorabend des Vinocamp war ich bei einer Weingutsbesichtigung der ganz anderen Art, einer der besten, die ich in den letzten Jahren erlebt habe. Ob Mark Barth vom Wein- und Sektgut Barth in Hattenheim grundsätzlich keine Platte auflegt und Winzerlatein für ihn eine Fremdsprache ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Für die Vinocamper hatte er jedenfalls eine fantastische Weingutsführung mit Probe organisiert, bei der ich einiges lernen konnte.

Der Parcours begann im Innenhof des Gutes mit einem Riesling brut, der Einstiegsdroge der Barths, einem mit 11,50 Euro fair bepreistem, im besten Sinne klassischem deutschen Rieslingsekt. Dazu gab es Wissenswertes über den VdP-Betrieb, der innerhalb des Verbandes eine Sonderstellung einnimmt: als einziger versektet er mehr als ein Drittel seiner jährlichen Weinproduktion. Das ergibt rund 60.000 Flaschen und neben den üblichen Partyschäumern wie Riesling oder Weißburgunder Brut sind etliche Spezialitäten dabei. Es gibt daher kaum eine VdP-Veranstaltung bei der die Barths nicht für die Sekte zuständig wären. Auch sind sie die einzigen, die einen Sekt bei der GG-Präsentation dabei haben, doch dazu später mehr.

Die zweite Station war eine ausführliche Kellerbesichtigung, bei der wir Einzelheiten über die Sektproduktion im Gut erfuhren – auf einem hohen Niveau, welches den vielen anwesenden Winzern gerecht wurde. Zur Halbzeit gab es einen zweiten Sekt, den ich erst einmal blind mit den Umstehenden verkosten konnte. Unser Führer war derweil vollauf damit beschäftigt seine zweijährige Tochter einzufangen, die – im Gegensatz zu ihm – perfekt in die Innenseite der Rüttelpulte schlüpfen und mit den Flaschen spielen konnte. Die Verzögerung sorgte für einen Aha-Effekt, denn wir diskutierten ausführlich den zarten Holzeinschlag der Grundweine, bevor uns Mark Barth erklärte, dass diese im Stahltank ausgebaut waren. Was das zarte Barrique-Aroma verursacht ist eine Dosage von homöopathischen zehn Millilitern mit einem im Barrique ausgebauten Riesling namens Singularis. Der ist feinherb und hat um 20 Gramm Restzucker, was bei dem Sekt in unserem Glas zu einem Gesamtzucker von 0,5 Gramm pro Liter führt. Dieser nach dem Geburtsdatum der Rüttelpultturnerin ,11311‘ benannte Sekt war für mich der spannendste der tollen Barth-Kollektion, die ich im Laufe des Vinocamp vollständig probieren konnte.

Nach einer Station an der Degorgiermaschine gelangten wir wieder in den Innenhof, wo uns ein abschließendes Highlight erwartete. Die Parallelverkostung des 2009er Riesling GG aus dem Hattenheimer Hassel und des Sektes ,Primus‘. Bei dem handelt es sich um das versektete GG. Jedes Jahr versekten die Barths einige Magnums des Hassel und bringen sie als Versteigerungswein auf den Markt. Dank der überaus großzügigen Geste des Hausherren – die geköpfte Magnum kostet knapp 130 Euro – war uns ein einmaliger Vergleich vergönnt. Wenn die Barths den Wein bei der GG-Präsentation vorstellen, gibt es jeweils das aktuelle GG und den versekteten Vor-Vor-Jahrgang, da dieser 24 Monate auf der Hefe liegt. Hier also der selbe Jahrgang Seite an Seite: links ein sehr schönes aber auch unerhört reifes 2009er GG (es spielte sich die Szene ab, die zu meinem letzten Artikel über den Reifezustand der 2009er führte) und rechts der 2012 degorgierte Sekt, der spritziger erscheint, die Reife- und Würzenoten aber gleichzeitig dank der Kohlensäure herausschleudert, dass man die Nase gar nicht mehr aus dem Glas nehmen will. Nach der doppelten Gärung hat der Primus fast 14% Alkohol, weswegen ein Glas davon vollkommen reicht. Das ist beim 11311 ganz anders.

Barth_11311_Cuvee_ParadiesBarth, Cuvée Paradies ,11311‘ , Sekt b.A nach traditioneller Methode, Riesling & Pinot Blanc, Brut Nature, o. J., Rheingau. In der Nase einerseits typisch: Grapefruit, Zitrus, Hefe, Brot, grüner Apfel, dazu aber eine dezente Barrique-Note. Am Gaumen eine wundervolle Balance zwischen Frucht, Würze und Säure. Der Sekt ist spritzig und kein bisschen spröde, obwohl er wirklich furztrocken ist. Der Weißburgunder zähmt den Riesling, dazu kommt ein feines Haselnuss-Aroma, das ich aber eher der Rebsorte als der Dosage zurechnen würde, denn die 1,3% Eichenfass-Anteil spürt man nur in der Nase. 12,5% Alkohol fallen nicht weiter auf. Die Perlage ist sehr fein, der Abgang lang. Ein Sekt zum Entdecken.

Der guten Ordnung halber ein Hinweis: Es gibt den Wein exklusiv im Frischeparadies Frankfurt, was nicht gerade bei mir um die Ecke liegt. Der Winzer hat mir daher eine Flasche des Sektes geschenkt. Dafür, wie auch für die gelungene Veranstaltung, meinen herzlichen Dank.

#vcd13 – Tagebuch eines Vinocamps

Das Vinocamp Deutschland 2013 ist zu Ende und das Netz füllt sich mit Nachbetrachtungen. Wie so oft bin ich spät dran aber das hat sein Gutes: Ich konnte schon tolle Zusammenfassungen und persönliche Eindrücke lesen. Da fällt es mir leicht, in meinem Artikel nichts mehr zum Camp an sich, der Veranstaltungsform oder den Ergebnissen zu sagen. Ich verlinke lieber auf den Artikel von Carsten M. Stammen. Getreu dem Motto ,jedem Anfang wohnt ein Zauber inne‘ hat er auf einmalige Art seine Erlebnisse bei seinem ersten Vinocamp-Besuch aufgezeichnet. Und bei Nicola Neumann finden sich einige sehr schöne Fotos von der ,Unkonferenz‘. Ich beschränke mich hier auf meine persönlichen Höhepunkte und die Dinge, die ich gelernt habe.

Ich traf am Freitag Nachmittag im Rheingau ein, rechtzeitig um an der Weingutsführung und Verkostung im Wein- und Sektgut Barth teilzunehmen. Diese hat mir so viel Spass gebracht, dass ich darüber in den nächsten Tagen einen separaten Beitrag schreiben werde. Danach ging es zum traditionellen Get Together ins Weinbistro Altes Rathaus. Bei diesem lockeren Abend machte ich mir keine Notizen, kann mich aber gut an einige der probierten Weine erinnern. Wir erwarben einen Domaine de Trevallon 1995 um eine Bildungslücke meinerseits zu schließen, ansonsten wurde an diesem Abend traditionell viel von den Teilnehmern mitgebrachtes gegen moderates Korkgeld serviert, was insofern schade ist, als die sensationelle Weinkarte von Benjamin Gillert mehr Beachtung verdient hätte.

Da es den VDP-Betrieben nicht gestattet ist, ihre GGs (oder derzeit noch: GG-Anwärter) öffentlich vor dem 1. September zu zeigen, habe ich mir den Konsum von Bald-Grosse-Gewächsen aus dem Weingut Ress nur eingebildet. In meinen Träumen erschien mir ein sehr sauberer, mineralischer aber trotzdem leicht verständlicher Schlossberg. Sollte sich meine Vision bewahrheiten, dass das Gut dieses Jahr erstmals ein GG aus einer Hattenheimer Lage präsentiert, welches mit seiner fast rauchig-mineralischen und furztrocken-monolithischen Art (solche Worte erfindet man nur im Wahn) für ähnlich viele Diskussionen wie der letztjährige Rottland sorgen wird – dann sollte ich mich vielleicht als Orakel bei Astro TV bewerben.

Besser geht's nicht, nur anders...

Besser geht’s nicht, nur anders…

Der Samstag hielt für mich interessante Gespräche mit Menschen bereit, denen ich das Jahr über nur auf Facebook begegne. Die Zahl der Sessions, die ich besuchen konnte, war durch den Zeitverzug bei der kulinarischen Bordeaux-Probe etwas eingeschränkt. Diese Kombination einfacherer weißer und rosafarbener Weine aus dem Gebiet mit vor Ort zubereiteten Snacks (was für eine Untertreibung) aus der Sterneküche von Sascha Wolter war umwerfend. Die Erkenntnis, dass Bordeaux Weine – auch unter 25 Euro pro Flasche – für absolut jeden Anlass produziert, war für mich keine ganz neue, sie wurde mir aber noch nie so eindrucksvoll vermittelt. Ein ganz besonderes Erlebnis war dann der zweite Flight bei der sozialen Weinprobe ,Winzersekt‘ von Beate E. Wimmer. Den ersten Wein, Solters Brut Reserve habe ich im letzten Beitrag schon gewürdigt. Der zweite war der Reserve brut von der Sektkellerei Bardong. Weine des Jahrganges 1998, bei der Versektung zehn Jahre auf der Hefe liegen gelassen und nun noch ein wenig nach dem Degorgieren flaschengereift, was für ein Wahnsinnswein. Dieser Flight war Riesling Sekt in der besten aller Formen.

Die abendliche Party stand für mich im Zeichen des Wein Online Awards, worüber ich bereits geschrieben habe. Daneben gab es viele gute Schaumweine und anders als im Vorjahr beeindruckte mich vor allem die Disziplin der Teilnehmer. Da lag nirgendwo eine Schnapsleiche in einer Ecke (oder der aufmerksame Service hat sie einfach schneller entsorgt, als ich sie finden konnte).

Die sonntägliche Lehrprobe ,Schaumweine‘ mit Boris Maskow brachte für mich einen völlig überraschenden aber klaren Sieger: Bellavista Grand Cuvée 2006 von Franciacorta. Ebenfalls herausragend der Jour fixe von Immich Batterieberg, den habe ich allerdings schon mehrfach getrunken, weshalb der Überraschungseffekt ausblieb, mit dem sich der Franciacorta an die Spitze setzte – nicht das sinnvollste Kriterium aber hey, Sonntags um 10.00 Uhr morgens muss das mal erlaubt sein. Denn ungezwungen und ohne Allüren, das ist das Vinocamp Deutschland.

Ich freu mich schon aufs nächste Jahr.

Mein erster Award

Der deutsche Wein Online AwardImmer wenn ich denke, ich hätte es mit meinem Weinfimmel übertrieben und der Haussegen stünde auf dem Spiel, überrascht mich meine sehr viel bessere Hälfte mit einem kleinen symbolischen Akt der Absolution: sie schenkt mir meine erste (und bisher einzige) Flasche Roederer Cristal, sie kauft eine Lampe für die Küche, die man mit leeren Weinflaschen bestückt oder sie erwähnt beiläufig, bei einem Glas Wein auf der Terrasse ,Schatz, ich habe einen Text von Dir für den Wine Online Award eingereicht‘.

Der Wine Online Award ist ein von Dirk Würtz und Thomas Lippert initiierter Preis für den besten in sozialen Medien veröffentlichten Beitrag zum Thema Wein. Bei seiner diesjährigen Premiere war er für die Kategorien Text und Foto ausgeschrieben. Dirk und Thomas fungieren als Jury für die Vorauswahl, die endgültige Entscheidung treffen die Teilnehmer des Vinocamp per Stimmzettel.

Ich habe den Award gewonnen – mit einer Stimme Vorsprung. Das führte zu der lustigen Situation, dass beinahe jeder, der für mich gestimmt hatte, mich im Laufe des Abends der Verleihung darauf aufmerksam machte, dass ja wohl seine Stimme die entscheidende gewesen sei. Hier muss ich einmal widersprechen: Es war natürlich meine Stimme, die den Unterschied machte, denn als VCD-Teilnehmer war ich stimmberechtigt und habe mich in die Tradition Adenauers begeben 😉

Damit gerechnet hatte ich nicht, denn Helmut O. Knalls nominierter Text erschien mir als übermächtige Konkurrenz. Dass daneben mit Bernhard Fiedler ausgerechnet der Winzer im Teilnehmerfeld war, dessen großzügige Gabe meinen Artikel über Verschlussdiskussionen im Internet inspiriert und möglich gemacht hat, könnte man als Ironie des Schicksals betrachten, wenn man nicht wüsste, dass Bernhard Awards völlig Schnuppe sind. Auch Torsten Goffin, der vierte Nominierte, nahm die Sache ausgesprochen gelassen zur Kenntnis.

So darf ich mich bedanken, bei den Initiatoren für die Idee und Durchführung, den Mit-Campern für die Juryleistung, meiner Frau für die Toleranz und Unterstützung – und vor allem beim Sponsor Sopexa. Dass ein Unternehmen aus der Branche den Award mit Preisgeld ausstattet, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Dirk Würtz hat in einem Artikel die mit dieser Geste zum Ausdruck gebrachte Stimmung bestens zusammengefasst. Dort bitte lesen, alles was ich hier dazu schriebe, wäre nur Plagiat.

Gefeiert habe ich den Award vor Ort mit allen Anwesenden der Zeremonie mit diversen Schaumweinen, darunter Palmes d‘Or 2000 aus der Jeroboam (Dank an den Stifter, das Champagnerhaus Nicolas Feuillatte) und einem besonderen Sekt.

Solter Brut, Rheingau Riesling Sekt Reserve, 2007, Rheingau. Die Trauben stammen ausschließlich aus der Lage Rüdesheimer Berg Roseneck, was erst ab dem Folgejahrgang auf dem Etikett ausgewiesen werden wird. In der Nase betörend, weil er an einen gereiften Riesling erinnert, aber auch die Hefenoten eines guten Sektes nach traditioneller Methode bietet, dazu mit einem Hauch Petrol, der was magisches hat. Am Gaumen stoffig, weinig, ohne Breit zu wirken, auch weil die Perlage nach 60 Monaten Hefelager unglaublich fein ist. Das ist die gelungene Interpretation eines deutschen Rieslingsektes, kein Versuch einen Champagner zu imitieren. Es wäre dem Anlass nicht gerecht geworden, Aromen zu notieren, ich habe aber genug davon getrunken um schwören zu können, dass das ein Klasse-Sekt ist.

Hätte einen Award verdient…

Käufliche Liebe (2)

Es gibt Geschichten, die sind so unwahrscheinlich, dass sie wahr sein müssen. Es war genau ein Tag vergangen seit dem Erscheinen meines Artikels über den ersten Wein, den ich je in einer Verlosung gewonnen hatte, da erhielt ich die Nachricht, die Glücksfee sei mir schon wieder gewogen gewesen. Gleich ein ganzes Weinpaket sollte den Postweg zu mir antreten. Das klingt, als habe da jemand die Verlosung manipuliert, um Weine an einen Blogger zu schicken, der tatsächlich drüber schreibt.

Das war auch dem Überbringer der Botschaft klar. Also schrieb mir Ralf Kaiser, der die facebook-Seite von ,Weine der Loire‘ betreut fast peinlich berührt, dies sei wirklich nur ein Gewinn und niemand erwarte, dass ich etwas darüber schriebe – und Zufall sei es sowieso. Wer das Vergnügen hatte, Ralf einmal kennenzulernen – so wie ich beim Vinocamp 2012 –, hat keine Veranlassung an der Wahrheit seiner Worte zu zweifeln.

Drei Flaschen von der Loire sollten es also sein und ich durfte sogar Wünsche äußern. Das tat ich nach kurzer Überlegung.

Denk ich an die Loire, fällt mir zuerst Sauvignon Blanc ein (habe ich schon erwähnt, dass ich ein ziemlich durchschnittlicher Weinkonsument bin?). Der gefällt mir manchmal gut und manchmal (wenn er richtig kratzt) nicht ganz so gut. Wollte ich also nicht. Dann fällt mir Muscadet-Sèvre et Maine ein, dem ich wünsche, die EU erlasse dereinst eine Verordnung, dass man zu Austern nichts anderes trinken darf. Den liebe ich, habe aber noch ein paar Flaschen – und Austernzeit war auch gerade nicht. Als nächstes denke ich an die Cabernet Francs, die Freaks die Tränen in die Augen treiben ob ihrer Finesse bei gleichzeitig kleinem Preis – bin kein Freak und trinke rot fast nur noch Pinot. Den wollte ich auch nicht. Natürlich habe ich auch schon Erfahrungen mit den Cremants aus der Gegend gemacht (wir erinnern uns: Durchschnittskonsument). Das wäre doch mal spannend. Und zu guter letzt fällt mir Vouvray ein. Davon habe ich genau einmal in meinem Leben eine Flasche getrunken und die war so spannend, dass ich immer mehr über diese Weine wissen wollte. Das sollte es auch sein. Also orderte ich ,Vouvray und Blubber bitte‘.

Es kam ein Paket, und schon das Auspacken geriet zur Fortbildung. Eine Flasche Vouvray sec und zwei Flaschen Blubber – aus Vouvray. Ich dachte, es gäbe schäumend nur den Cremant de Loire, es gibt tatsächlich aber eine Breite Palette an Sekten aus Vouvray.

Ich fing mit einem Sekt an.

Dom. Sylvain Goudron, Vouvray Brut, Appellation Vouvray Controlée, ohne Jahrgang, Loire/Frankreich. In der Nase viel Zitrusfrucht, wenig Hefe, etwas Quitte und Muskat. Am Gaumen ist das ein ganz gefährlicher Stoff, denn er strotzt von süßer Frucht: Birne, Quitte,  Orange, dazu Muskat. Die Perlage ist nicht besonders fein, der Wein sehr voll, 12,5% Alkohol treten nicht weiter in Erscheinung. Spritzige Säure, stoffige Konsistenz, leicht minerlischer, mittellanger Abgang – das ist ,easy drinking‘ mit Anspruch. Zum hineinlegen!

Mein erster Vouvray-Sekt war ein voller Erfolg. Also probierte ich es einige Zeit später mit dem Stillwein. Er ist – wie auch die Sekte – aus der Rebsorte Chenin Blanc. Hier an der Loire gibt es den trocken, nicht so trocken (demi-sec) und süß. Der erste Vouvray, den ich vor Jahren trank, war ein demi-sec mit vier oder fünf Jahren auf dem Buckel. Der Stoff kann reifen! Das fühlt sich ein bisschen an wie Weine von der Mosel, nur ganz anders.

Dieser Vertreter war ein junger Hüpfer aus der sec-Klasse.

Zwei von schicken drei...Benoit Gautier/Domaine de la Chataigneraie, Argilex de Gautier, Vouvray sec AOC, 2010, Loire/Frankreich. In der Nase Quitte, etwas Vanille, Zimt (alles zusammen erinnert an Bratapfel), leicht kräutrig, etwas Holz (obwohl er laut Internet nicht im Fass war). Am Gaumen ist der Wein ziemlich voll, süß (bei 2 Gramm Restzucker), schmeckt nach Birne, ist leicht alkoholisch (bei eigentlich vertretbaren 13% Alkohol), zeigt ordentliche Säure, ist aber auch etwas cremig. Er schmeckt rauchig, ist im Abgang mineralisch und lang. Das ist ein sehr guter Wein mit einem überragenden Preis-Leistungsverhältnis, der im Handel wohl um 6€ kostet.

Apropos PLV: das ist ein spannender Aspekt dieses Paketes, keiner der Weine kostet mehr als zehn Euro. Der andere spannende Aspekt ist die enorme Fruchtigkeit und Süße, die der Chenin Blanc zustande bringt, ohne dafür Restzucker zu brauchen. Darauf noch einen Blubber:

Ch. Moncontour, Vouvray Brut, Appellation Vouvray Controlée, ohne Jahrgang, Loire/Frankreich. In der Nase Zitrus, Quitte und Hefe, Am Gaumen ist der Sekt ziemlich trocken aber sehr fruchtig mit Birne und Mandarine. Er ist leicht cremig, gleichzeitig voll und frisch und sehr lang, besticht mit tollem Spiel und sammelt Minuspunkte mit der etwas groben Perlage. Insgesamt aber ein sehr guter Sekt für weniger als zehn Euro.

Nun habe ich also das zweite Mal über Weine geschrieben, die ein Händler oder Produzent mir geschenkt hat, obwohl ich das doch nie nie tun wollte. Das lag sicher auch am Engagement der Bloggerkollegen für die Veranstalter der Verlosung. Mein Fazit hat damit aber nichts zu tun, das ist allein der Qualität der Weine geschuldet:

Trinkt mehr Weine von der Loire!

Arroganter Sack

Stellen Sie sich vor, Sie laden einen Menschen, den Sie nur wenig kennen, zu sich nach Hause ein und dieser überreicht Ihnen sein Gastgeschenk mit den Worten ‚google mich, dann weißt Du, was das ist‘. Was würden Sie denken? ‚Arroganter Sack‘? Also ich würde denken: ‚Arroganter Sack‘!

Neulich ist mir genau das passiert, natürlich – Sie werden es erraten – in der Weinwelt. Aber ich dachte von meinem Gast nicht, dass er ein arroganter Sack wäre, dazu ist er nicht der Typ. Weinbegeistert, voller Wissen und Erfahrung und daher selbstbewusst – aber arrogant ist er nicht. Und dass er mir sein Geschenk, eine Flasche Sekt, so überreichte, hat auch damit zu tun, dass dieser nicht etikettiert war. Peter hieß  der Gast und der Sekt war von ihm, genauer gesagt vom Weingut Geschwister Bibo aber aus der Zeit, als er dort verantwortlich war.

Der Sekt ist etwas besonderes, denn wenn man Peter und seinen Sekt googlet, dann stößt man auf teils ekstatische Resonanz von Weinfreunden (und damit das so bleibt und nicht die Headline ‚Arroganter Sack‘ auf Platz eins der Suchergebnisse erscheint, habe ich seinen Nachnamen aus diesem Artikel entfernt). Insofern war die Ansage mit Google geradezu bescheiden, hätte er die Flasche doch auch mit den Worten überreichen können: Hier, der Blubber von dem der Würtz sagt, ‚…dieser Sekt ist der Wahnsinn! Ich will den trinken…JETZT!!!‘ oder dergleichen mehr. Hier findet man eine Auswahl begeisterter Statements.

Das nenne ich Farbe...Die meisten Weine, die ich hier beschreibe, habe ich über mehrere Tage getrunken, immer aber mindestens mehr als ein Glas. Dieses Prinzip kann ich dieses mal nicht einhalten, denn so schicke Sekte schenke ich doch lieber Gästen aus und dann bleibt halt nur ein Glas. Zum Glück sind die Gäste vom Fach und so ist die folgende Notiz mit Input von Julia von den Weinvibes, Paul von Drunkenmonday und Charlie von weinlagen.info entstanden.

Weingut Geschwister Bibo, ,Torheit‘ Rieslingsekt, degorgiert 2009, Rheingau. In der Nase erstaunlich fruchtig, es fehlen die typischen Hefe- oder Brioche-Noten und der Sekt riecht wie ein Stillwein, allerdings nicht unbedingt wie ein Riesling. Aprikose ist zwar da, aber er ist irgendwie zu mächtig für einen typischen Vertreter. Am Gaumen ist er sehr frisch, ausgesprochen mineralisch aber vor allem fruchtig und süß. ,Ziemlich viel Zucker‘ war ein Kommentar, der in die falsche Richtung lief (weil der Sekt ,zero dosage‘ mithin furztrocken ist) aber andererseits berechtigt scheint, denn dieser Sekt ist so voll, wie es gemeinhin nicht ganz trockene Vertreter sind. ,Der ist nicht aus Deutschland, das ist ein Chenin Blanc‘ war ein anderer Kommentar, der vollkommen richtig (aber leider total falsch) war, denn eigentlich kann nur Chenin so süß-fruchtig sein, während er doch gar keinen Restzucker aufweist. Ich fand ihn auch ein wenig rauchig, was zur üppigen Frucht passt. Feine Perlage, nussige Reife, man könnte so viel über diesen spektakulären Sekt sagen… Einer brachte es auf den Punkt: Der ist ausgesprochen gelungen – jep!

Stimmt also. Ist wahrhaft genialer Stoff  und ein tolles Geschenk. Vielen Dank dafür, aber Peter, solltest Du das hier lesen: Lass es Dir nicht zu Kopfe steigen, sonst wirst Du am Ende noch ein arroganter Sack.

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